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Sanierung von Wirtschaftswegen

03. August 2021

Das Wirtschaftswegenetz in der Feldgemarkung stammt aus Flurbereinigungsverfahren in der Zeit von 1937 bis 1978 und ist dementsprechend in die Jahre gekommen. Eine Unterhaltung der Wege und Grünflächen muss aus den begrenzten Mitteln des Feldwegehaushalts erfolgen, der sich über den Wirtschaftswegebeitrag der Eigentümer von landwirtschaftlichen Flächen finanziert. Durch die Abteilung „Landentwicklung u. Ländliche Bodenordnung“ des DLR Rheinpfalz wurde auf Anfrage der Ortsgemeinde ein Konzept zur grundlegenden Sanierung von Hauptwirtschaftswegen erstellt und in der Gemeinderatssitzung vorgestellt. Aufgrund der eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten wurde beschlossen, dass in Absprache mit Rhodt zunächst weitere Planungen für den Hauptwirtschaftsweg entlang der gemeinsamen Gemarkungsgrenze oberhalb der Lage „Rosengarten“ erfolgen sollen. Für dessen Ausbau werden entsprechende Mittel in nächsten Haushalt eingeplant und Fördermittel beantragt.

Durch die anhaltenden Niederschläge gibt es in mehrere Wirtschaftswege auf einer Gesamtlänge von etwa 1000 m starke Schäden. Bei weiteren Wegen mit insgesamt nochmals 1000 m Länge wurde ein etwas geringerer Instandsetzungsbedarf. Die Schäden sollen nun zeitnah durch den Einsatz einer Schotterfräse behoben werden. Dabei soll ein Kostenrahmen von 3.000 Euro eingehalten werden. Die angrenzenden Weinbergsbesitzer werden nochmals aufgefordert, die Entwässerungsrinnen vor ihren Weinbergen zu reinigen, da durch deren Verstopfung viele Schäden entstehen, die dann durch die Solidargemeinschaft wieder behoben werden müssen.

Nachruf für Altbürgermeister Willibald Koch

07. Juli 2021

Am 5. Juli 2021 ist Altbürgermeister Willibald Koch im Alter von 79 Jahren verstorben. Er gehörte von 1969 bis 1976 sowie von 1989 bis 1991 dem Gemeinderat an. Am 6. März 1972 wurde er nach dem Tod des bis dahin amtierenden Bürgermeisters Hans Fischer im Alter von 29 Jahren durch den Gemeinderat zu dessen Nachfolger gewählt. Während seiner Amtszeit wurde unter anderem der Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Auf der Blenk“ auf den Bereich der heutigen „Römerstraße“ ausgeweitet, die Straße „Vogelsang“ ausgebaut und Grundstücke zur Verbreiterung der Kirchgasse erworben. Bei der Kommunalwahl 1974 wurde er mit 328 Stimmen deutlich an erster Stelle in den Gemeinderat wiedergewählt. Da er eine weitere Kandidatur als Ortsbürgermeister ausschloss, wählte der Gemeinderat am 8. April 1974 Hans-Jürgen Glocker zu seinem Nachfolger. In den 1960er Jahren fungierte Koch als Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr und übernahm als Meister den Spengler- und Klempnerbetrieb seines Vaters Johannes Koch. Diesen baute er als Ausbildungsbetrieb mit viel Fleiß erfolgreich aus. Sein handwerkliches Geschick hat er zeitlebens häufig unentgeltlich oder nur gegen Zahlung der Materialkosten für das Gemeinwohl eingesetzt, wie insbesondere beim Bau des Sportheims durch den Turn- und Sportverein, bei der Errichtung des Rebstockbrunnens (der gleichzeitig den Weyherer Ortsplan darstellt) für den Fremdenverkehrsverein, bei der Modernisierung der sanitären Anlagen im ehemaligen Kindergarten durch den Elisabethenverein oder beim Bau der Schutzhütte am Johannisbrunnen durch den Pfälzerwald Verein. Auch fertigte bzw. restaurierte er viele kunsthandwerkliche Elemente in Weyher: die Installationen an drei weiteren Brunnen im Dorf, das Kreuz auf dem Dach der St. Michaelskapelle, der Baldachin über der Kanzel und verschiedene Geländer an der Lourdesgrotte sind einige Beispiele seines Wirkens aus den letzten Jahren. Zum Jubiläum der Partnerschaft mit Weyer im Elsass fertigte Koch zwei Doppelwappen beider Gemeinden aus Kupfer, Messing und Eichenholz, die seither in den jeweiligen Gemeindehäusern angebracht sind. Die Gemeinde Weyher wird Willibald Koch ein ehrendes Andenken bewahren. Er hinterlässt eine große Lücke, doch seine handwerklichen Leistungen bleiben überall im Ort sichtbar. Die Trauerfeier findet am 15. Juli um 14:30 Uhr in der Kirche statt. Anschließend erfolgt seine Beisetzung auf dem Friedhof in Weyher.

Friedhof

01. Jumi 2021

Auf dem Friedhof wurde durch die GaLa-Bau-Firma ein Weg entlang der Südfassade der Kirche instandgesetzt, der aufgrund vieler Setzungen nicht mehr verkehrssicher war. Die bisher mit Betonpflaster versiegelte Oberfläche wurde nun durch Schotter und Ziersplitt befestigt, damit diese künftig einfacher in Eigenleistung ausgebessert werden kann. Ein Übergang vom Kirchenvorplatz zum Weg aus Sandsteinplatten zum unteren Friedhof wurde mit Sandsteinpflaster ergänzt. Diese Pflastersteine stammen aus dem ehemaligen Pfarrhof. Sie wurden vor vielen Jahren durch Norbert Ziegler geborgen und nun von der Familie für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Nach einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der Kirchenstiftung als Grundstückseigentümer und der Gemeinde als Nutzer des Friedhofs aus dem Jahr 1956, ist die Gemeinde für dessen Unterhaltung einschließlich der Mauer und des Tors verantwortlich und kann dafür die Nutzung als Begräbnisstätte ausüben. Die Erneuerung eines gebrochenen Kanals zur Dachentwässerung auf der Nordseite der Kirche erfolgte im Auftrag und auf Rechnung der katholischen Kirchenstiftung.

In der Gemeinderatssitzung wurde angeregt, dass man einige Nutzungsberechtigte von Gräbern auffordern sollte, die Gräber und die Bereiche direkt um deren Einfassungen besser zu pflegen. Da durch die Gemeinde keine Herbizide mehr eingesetzt werden, werden freigewordene Grabfelder begrünt und abgemäht.

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