Das Osterfest in Weyher beginnt an Gründonnerstag mit einem Abendmahlsamt um 20 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul, anschließend folgt eine Anbetung bis 22 Uhr. Der Karfreitagsgottesdienst findet um 15 Uhr statt, gefolgt von einer Anbetung bis 18 Uhr. Um 17.30 Uhr gibt es eine Andacht.
Der Ostersonntag beginnt früh und stimmungsvoll: Um 5:30 Uhr beginnt die Osternachtsfeier mit dem Osterfeuer vor der Aussegnungshalle: Die Osterkerze wird gesegnet und die Gemeinde geht gemeinsam in die dunkle Kirche zum Wortgottesdienst. Nach der Tauferneuerung folgt die festliche Eucharistiefeier. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt der Gemeindeausschuss zum Osterfrühstück ins Luisenstift ein.
Da an den Kartagen die Glocken „trauern “ und deshalb nicht läuten, werden die Messdiener dies übernehmen. Sie „gärren“ an diesen Tagen,d.h. sie laden mittels Lärminstrumenten und Gesang zu Gebet und Gottesdiensten ein – und am Samstag bitten sie dafür um „Lohn“.
Nun erfreuen sie wieder Jung und Alt in Weyher: Die Osterhasenfamilie ist mit großem gemeinschaftlichen Einsatz an ihren Stammplatz vor dem Alten Rathaus gezogen. Mutter Frieda und Vater Karl-Otto begrüßen mit Seppi, Lilly und dem kleinen Paul die Gäste – geschützt von einem Zelt – an der schönsten Bushaltestelle der Südpfalz, während Onkel Fritz mit seiner Nichte Susi drinnen am Kaffeetisch unter den Arkaden sitzt.
Die Haseneltern Elisabeth Anger und Wolfgang Erbe waren sehr erleichtert, dass so viele und zuverlässige Helfer mitgemacht haben. So können sie sich beruhigt und wohlverdient langsam aus der Hasenbetreuung zurückziehen und wissen, dass es weitergeht.
Ostern kann kommen, auch der Kattelbas-Brunnen zeigt sich dank Familie Anselmann wieder festlich geschmückt.
Es gab so einige Aha-Momente für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Sensorik-Seminars, das die Jungwinzer Weyher am 6. März im Dorfgemeinschaftshaus veranstaltet haben. Als Expertinnen durften sie dazu Jennifer Henne-Bartz und Susanne Wolf von „MeetWine“ begrüßen, die gekonnt und unterhaltsam durch den Abend führten. Hat schon mal jemand gezuckerten Zimt mit zugehaltener Nase probiert? Das war einer dieser Aha-Momente, denn vom Zimt schmeckt man dann… nichts!
Vor allem aber ging es in allen Varianten um die Frage, welche Geschmacksrichtung – sauer, süß, sauer, salzig, bitter und umami – zu den insgesamt 16 Weyherer Weinen am besten passen. Um das herauszufinden, gab es die passenden Snacks: Gurke, Marshmallows, Oliven, Rauchmandeln, getrocknete Tomaten, Wasabi, Käse. Und um sich vorher, zwischendurch und nachher ordentlich zu stärken, hatten die Jungwinzer wieder mächtig ins Zeug gelegt, und leckeres Fingerfood gezaubert. So wurde es ein kurzweiliger Abend, an dem alle auf unterhaltsame Art so einiges über unsere Sinneswahrnehmung gelernt haben. Spannend zu beobachten war dabei, wie unterschiedlich sich die Wahrnehmung und der Geschmack der 25 Anwesenden im Saal hinsichtlich der Weine darstellte. Doch wie die Seminarleiterin ganz richtig sagte: Zum Glück ist das so, denn wenn wir alle den gleichen Geschmack hätten, gäbe es nur eine Art Wein auf der Welt!
Der Pälzer würde dazu wahrscheinlich antworten: Solange es ein Riesling ist…